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Apr 2020

Aktienan- und Verkauf ausgesetzt

Erstellt am 28. April 2020
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Wie üblich hat der österreichische Raiffeisenverband die Aktie der Walser Privatbank zum 31. Dezember bewertet. Auf dieser Basis und vor allem innerhalb der dort vorgeschlagenen Bandbreite wickelt die Walser Raiffeisen Holding normalerweise die beantragten An- und Verkäufe ab. Das aktuelle „Bewertungsgutachten“ wurde bereits im Januar dieses Jahres beauftragt, Transaktionen waren währenddessen nicht möglich.

Anstatt nun Ende April wieder An- oder Verkäufe wie geplant durchzuführen, ist im laufenden Jahr leider vieles anders. So zwang uns die Corona-Krise, auch dieses gewohnte Procedere zu überdenken. Einerseits, weil das Wertgutachten aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Situation mittlerweile nicht mehr aktuell ist. Die Schließung der Tourismusbetriebe im Tal, aber auch die Turbulenzen an den Kapitalmärkten, können signifikante Auswirkungen auf den Wert der Walser Privatbank-Aktie haben, die zurzeit noch gar nicht absehbar sind und damit im Wertgutachten nicht berücksichtigt werden konnten. Andererseits, weil die Europäische Zentralbank und Finanzmarktaufsicht allen Banken eindringlich geraten haben, auf Ausschüttungen und Aktien-Rückkäufe in diesem Jahr zu verzichten.

Demzufolge wird der Vorstand der Walser Privatbank dem Aufsichtsrat – und im Anschluss der Hauptversammlung – empfehlen, keine Dividende für 2019 auszuschütten. Damit fehlt der Walser Raiffeisen Holding allerdings eine wesentliche Finanzierungsquelle für den Aktien-Rückkauf. Dieser ist in seiner Wirkung auf die Eigenmittelausstattung überdies vergleichbar mit einem Kauf von Aktien durch die Bank selbst, weshalb er obiger Empfehlung der Aufsichtsbehörden gleichermaßen unterliegt.

Diese finanzpolitischen Vorgaben sowie die vorerst ausbleibende Dividendenzahlung zwingen die Walser Raiffeisen Holding letztlich, den Aktien-An- und Verkauf zumindest bis zur Hauptversammlung der Walser Privatbank im kommenden Jahr (2021) auszusetzen.

All das – Verzicht auf Ausschüttung der Dividende, Aussetzen von Aktien-Ankäufen durch die Walser Raiffeisen Holding – sind keine guten Nachrichten. Es ist uns gerade deshalb ein Anliegen zu betonen, dass sich unsere Tochterbank, die Walser Privatbank, auch in dieser für alle schwierigen Zeit ihrer Verantwortung für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter bewusst ist. Sie befindet sich in engem Austausch mit Kreditnehmern und Veranlagungskunden, um rasch und unbürokratisch individuell gute Lösungen zu finden und anzubieten.

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